Internationales Input befähigt zur Optimierung eigener Arbeitsweisen
Mit international namhaften Referenten wartete die DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bei ihrer Fachtagung „Bauunterhaltung historischer Gebäude“ im Frankfurter Neuen Schloss Höchst auf. 45 Architekten, Planer und Vertreter von Denkmalpflegeinstitutionen kamen zu der Veranstaltung, die die Akademie gemeinsam mit der Brandenburgischen Schlösser GmbH durchführte.
Die Unterhaltung und Wartung alter Bauwerke ist eine komplexe, oft teure vor allem aber eine stete Aufgabe. Der denkmalpflegerische Schaden und Verlust an originaler Bausubstanz, der aus Unkenntnis und Unterlassungssünden entsteht, ist beträchtlich. Zielsetzung der Fachtagung war es, durch praktische Beispiele und Erfahrungsberichte die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, eigene Aufgaben in der Bauunterhaltung verantwortlich und ökonomisch sinnvoll umzusetzen.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung, nach der Begrüßung durch Professor Dr. Gottfried Kiesow als Vorstandsvorsitzendem der DenkmalAkademie und der Einführung durch den Tagungsleiter Dr. Wolfgang Illert (Geschäftsführer der Brandenburgischer Schlösser GmbH), zeigte Bettina Stöckicht vom Deutschen Fachwerkzentrum Quedlinburg an ausgewählten Beispielen auf, welche Folgeschäden nach Sanierungsmaßnahmen an Bauten auftreten können. Über die Tätigkeit der Monumentenwacht Noordhollands und welche Möglichkeiten bestehen, ein historisches Gebäude instand zu halten, informierte Baren Hoogendorp.
Im Vergleich dazu präsentierte die Projektleiterin des Monumentendienstes, Dr. Julia Schulte to Bühne, die Tätigkeiten, Erfahrungen und Erfolge der vergangenen zwei Jahre des Monumentendienstes in Niedersachsen. Über die Arbeit des National Trust - ein gemeinnütziger, britischer Verein mit der Zielsetzung, historische Gebäude und Landschaftsgebiete von besonderer Schönheit oder ökologischem Wert zu erhalten – berichtete Rory Cullen. Dabei konnte der englische Baurat auf einen langen Erfahrungsschatz der Einrichtung zurückgreifen. Der Projektleitende Architekt der Brandenburgischen Schlösser GmbH, Jürgen Klemisch, stellte das Buch „Bauunterhaltung – dauerhaft und wirtschaftlich“ vor. In ihm wird Bauherren und Nutzern erläutert, was bei der Instandhaltung eines historischen Gebäudes beachtet werden sollte. In diesem Buch sind unter anderem Vorlagen für Bestandsaufnahmen enthalten. Ein aktuelles Projekt präsentierte als Abschluss der Vorträge Michael Halstenberg, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: die Museumsinsel Berlin.
Abschließend diskutierten die Teilnehmer noch nicht geklärte Fragen und das Für und Wider verschiedenster Möglichkeiten und Aspekte der Bauunterhaltung mit den Referenten. Durch diese internationale Vortragsreihe und den überregionalen Austausch haben die Teilnehmer genügend Input mitgenommen, um eigene Ansätze der Bauunterhaltung zu überdenken und zu optimieren.
