UNESCO-Welterbe Bad Muskau – Die Parks von Fürst Pückler – Landschaftsgärten und Parks des 19. Jahrhunderts in der Lausitz
Der Muskauer Park – einer der größten und bedeutendsten Landschaftsparks des 19. Jahrhunderts - wurde ab 1815 durch Fürst Hermann von Pückler-Muskau angelegt. Pückler, eine gleichermaßen schillernde wie vielschichtige und widersprüchliche Persönlichkeit, bezog nicht nur auf geniale Art und Weise die landschaftlichen Gegebenheiten des Neißetals mit ein, sondern legte seiner Parkschöpfung gedanklich ein romantisch-visionäres Konzept zugrunde.
Seit dem Zweiten Weltkrieg trennt die Grenze entlang der Lausitzer Neiße den Park in einen deutschen und einen polnischen Teil. Trotz der Staatsgrenze kann jedoch das mehrere hundert Hektar umfassende Landschaftskunstwerk heute dank langjähriger deutsch-polnischer Zusammenarbeit wieder als räumliche Gesamtheit wahrgenommen und erlebt werden. Wiederaufbau und Sanierung des kurz nach Kriegsende völlig ausgebrannten Neuen Schlosses wurden im Sommer 2008 abgeschlossen.
Der Schlosspark Branitz bei Cottbus ist das Alterswerk des Fürsten Pückler-Muskau, dem er sich nach dem Verkauf der Standesherrschaft Muskau im Jahre 1845 bis zu seinem Tod 1871 widmete. In Branitz sind mit der Gliederung in einen intensiv gestalteten Bereich unmittelbar am Schloss und die anschließende, natürlich anmutende Parklandschaft die Prinzipien des „zonierten Landschaftsgartens“ auch heute noch in mustergültiger Weise abzulesen. Eine Besonderheit von hoher symbolischer Aussagekraft stellen zwei in Beziehung zueinander gesetzte Erdskulpturen dar, die Land- und die Seepyramide, welche Pückler als eigenes Grab konzipiert hatte.
Datum: | 15. - 17. Oktober 2010 | |
Ort: | Start in Görlitz | |
Dozent: | Katrin Schulze | |
Seminargebühr: | 375 € (EZ + 70 €) inkl. 2 ÜF, 3 Mittagessen, | |
Busexkursion; Eintritts- und Führungsgelder etc. |
